Ich schreib jetzt wieder auf blog.assbach.de. Schau doch mal dort vorbei. Hier wird nicht mehr viel passieren.
theme by sascha assbach, based on pink theme by Cory Watilo

Risking something

... and that is a reanimation of my old german Wordpress-Blog at blog.assbach.de (RSS-feed). This is where I will blog again from now on apart from shorties on twitter and Google+ (both in german and english). Read more about this decision in german

Probably still going to write in english here.
Not sure yet. Not even sure if my english followers here are actually reading this. :)

Hope you understand and I also hope that I will meet some of you over there

 

 

 

Nur mal kurz: Warum ich Google+ mag

Schade, dass Google+ immer wieder in Frage gestellt wird. Auch von den großen Blogs und Medien, wodurch sich viele zu sehr beeinflussen lassen, anstatt sich selbst eine Meinung zu bilden. Für mich ist das Ding echt gelungen und wird ständig besser. Ich vergleiche es aber auch nicht mit Facebook sondern eher mit twitter und einem eigenen Blog. Und da liegt es für mich genau dazwischen.

Kein Micro-, sondern Mediumblogging, oder wie auch immer. Nicht so eingeschränkt von der Zeichenzahl, nicht der totale Overkill an Kurznachrichten im Sekundentakt wie bei twitter und facebook. Und gleichzeitig die Möglichkeit Beiträge mit Bildern, Videos etc. sehr einfach anzureichern. Ohne den Aufwand beim "echten Bloggen" z.B. über Wordpress, wo man hin und wieder doch HTML-Kenntnisse anwenden muss. Dauert im Zweifel einfach länger. 

Ich ertappe mich beim Schreiben eines Artikels im Blog immer wieder dabei zu denken ich muss eine Art "Werk" draus machen, es möglichst vollständig, sauber, schick publizieren. Jeder Link muss stimmen, die Rechtschreibung sollte okay sein. Eher formell als locker flockig. Eher mehr als nur mal schnell. Bei Google+ ist das für mich nicht so, momentan.

Aber ich arbeite ja eh noch daran, wo ich zukünftig wie und in welcher Form wem was mitteilen will. Ich möchte die Menschen mit den Infos erreichen, die sie interessieren und nicht mir Dingen nerven, die sie nicht sehen wollen. Google+ und Facebook ermöglichen mir das über Kreise und Listen. Ich würde allerdings auch gern wieder mehr bloggen, aber eben zwangloser, freier, kürzer, und warscheinlich auch wieder in einem selbstgehosteten WP-Blog (Danke für den Gedanken Nicole). Aber grade die Einfachheit von Google+ hält mich warscheinlich derzeit davon ab, wie es seinerzeit Posterous tat. Letzteres macht mich seit einiger Zeit nicht mehr glücklich. 

Ach ja... *seufz*, letztenendes war ich auch immer jemand, der gepredigt hat "content is king" und damit wäre es eigentlich (eigentlich!) egal wo dieser Content wie vermittelt wird. Aber: Es soll ja auch Spaß machen und nützlich sein. Beim Schreibe und beim Lesen, ... oder? 

@assbach_feed für automatisierte Inhalte

Im Zuge meiner konzeptionellen Aufräumarbeiten hab ich mir überlegt, dass es Sinn machen könnte einen twitter-Account anzulegen, der automatisch meine öffentlichen Aktivitäten bei diversen Plattformen anzeigt. Ich will das ungern in den Hauptaccount fließen lassen um nicht alle zu nerven. 

Das kommt momentan alles über ifttt. Vielleicht wäre es noch sinnvoller einen RSS-Feed* zu erstellen (vllt mit Yahoo Pipes) und @assbach_feed darüber zu füttern. Das prüfe ich noch. Bei twitter geht doch schnell etwas unter, und die, die es wirklich interessieren mag, die bekommen es vielleicht eher im Reader mit, oder? Zumindest schließe ich das aus den letzten Kommentaren hier. 

Momentan fließt dort folgendes ein: 

  • gomiso (Filme, die ich grade gucke)
  • neue pinterst Einträge 
  • dribbble likes
  • youtube Favoriten
  • Google Reader Einträge, die ich mit "send2feed" tagge (Umweg zum alten "share")
  • vimeo Likes
  • neue eigene Blogposts (von Posterous momentan)
  • Google+ über Google+ to RSS
  • neue Soundcloud Uploads
  • Zootool-Einträge mit "send2feed" -tag

Was mir noch fehlt ist eine Spotify-Verknüpfung. Ich würde gern auf die "starred items" aufmerksam machen, nicht alle zu last.fm gescrobbelten Songs.

Vorschau: 

Vorschau @assbach_feed

 

Die Idee eines solchen Accounts hab ich übrigens von Kosmar geklaut. 

Fehlt euch etwas? Oder findet ihr das eh blöd?

*edit 24.2.2012 >
geht das nicht eigentlich? RSS-Feed von @assbach_feed , sonst das hier über sociable: der RSS-Feed über die twitter-API


 

 

 

Webseiten mit Waterflow-Scroll, wie bei Pinterest

Ich hatte Mitte 2010 mal erwähnt, dass ich diesen "Waterflow"-Effekt* mag, der durch Pinterest grade wieder bekannter wird. Quasi ein Bilderstream, bei dem die Bilder in oft unterschiedlicher Größe in Mosaikform oder einem Grid aneinandergereit werden und beim Scrollen neue Inhalte automatisch hinzugefügt werden (infinite scroll).

Genau wie Pinterest selbst, ist das eigentlich nichts Neues. Ich hab mal ein paar Seiten gesammelt, bei denen diese Form der Bildergalerie-Darstellung Einsatz findet: 

Siegfried Hirsch nutzt das gleiche Verfahren hier bei The Daily Plus (siehe). Dort wurde ich eben auch auf dieses jQuery Plugin aufmerksam. 

Simple Beispiele für Infinite Scrolls findet man z. B. bei 9gag oder im Tumblr Dashboard, wenn man es dort einstellt. 

Wie findet ihr das? 

Für den Konsum von Bildern funktioniert das bei mir gut, weil ich beim Scrollen schnell alles mit den Augen überfliegen kann und bei Elementen, die meine Aufmerksamkeit einfangen hängen bleibe. Details oder Texte würde ich hierbei aber selten wahrnehmen. 

* wie auch immer das wirklich heißt, ich weiß es nicht

Ist da jemand?

Soll ich hier mal was schreiben, oder lest ihr alle fein bei Google+ und twitter mit? 

Man weiß es ja immer nicht. 

Nicole macht mir ja schon ein schlechtes Gewissen, weil so richtig bloggen doch viel mehr wert ist, oder so... Und sogar der Moellus von drüben hält sich offensichtlich an die stahlharten Regeln der Iron Blogger und klebt mindestens einmal die Woche was ins Netz (und ihr ja nicht). Obwohl doch RSS eigentlich totgesagt wird und ich immer denke ich bin der Einige, der täglich dreimal den Reader leer macht. Franz hinkt hinterher, glaub ich, aber dann bezahlt wenigstens einer das Bier, oder die Kaffeepause, was?

Luca macht auch neu, wisst ihr aber, oder? Manuela hat frisch renoviert statt leere Drohungen zu vermelden und Markus bunkert ominös heitere Bildschirmfotografien zur Kluft zwischen Mensch und Maschine. Jetzt hab ich persönlich ja nicht viel Ahnung von Schminke und Katzen, aber Ricarda sagt ja jetzt auch an, wie man Brot richtig backt, low carb, versteht sich. Mhm... 

Nee, ich will jetzt nicht wieder ein Projekt anfangen, keine Angst. Die unterstrichenen, klickbaren Textpassagen da oben dienen auch eher der Huldigung statt Ess-Eh-Oh. Und ich wollt mal "Hallo" rufen und hören ob alles klar ist da draußen?! Bzw... nee, ob ihr hier lesen wollt, oder wie und wo vor allem? Und wann. Ich hab das ja alles ziemlich eingeschränkt (kein facebook seit September, oder August, aber dafür wieder twitter und manchmal auch Telefon). Aber ich würde mir das dann mal durch den Kopf gehen lassen. You know?  

 

Weihnachtsbilder mit der Familie teilen - Vergleich einiger Online-Dienste

Heute abend ist es wieder soweit. Funkelnde Momente, glitzernde Impressionen, knisternde Stimmung. Opa fällt in den Weihnachtsbaum, Oma kippt die liebevoll zubereitete Vorspeise über Ihr neues Kleid und die Tante jammert, dass der 8000-Dollar Ring ihr nicht mehr um den Finger passt während die Kinder vor lauter Kartons und Geschenkpapier nicht mehr wissen was vom Christkind und was vom Coca-Cola- äh, Weihnachtsmann kommt. 

Jedenfalls will das alles ja auch festgehalten und mit Vertrauten oder sogar den Betroffenen geteilt werden. Viele von euch werden das bei Facebook machen oder vielleicht sogar DVDs durch die Gegend schicken. Aber ist das der passende Weg oder noch zeitgemäß? 

Kürzlich, beim Testen von 7moments.com sind mir dazu ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen. Fakt ist, es gibt nicht die universelle Lösung, die für Jeden gleichermaßen geeignet ist. Einfachheit steht oft im Widerspruch zu Sicherheit. Weniger Features heißt nicht unbedingt schlechter. Das Bewusstsein bzgl. Privatsphäre im Netz steigt und somit auch die Anforderungen an die Lösungen. Manche Leute sind generell abgeneigt gegenüber Registrierungen bei fremden neuen Diensten, somit muss man die Hürden klein halten aber dennoch vertrauenswürdig wirken und auf Empfehlungen bauen. 

Ich habe ein paar Dienste verglichen und überlegt welche Fragen man sich vor dem Hochladen stellen sollte. 

1. Mit wem will ich die Bilder teilen?

Spricht Oma englisch oder verstehen die Verwandten in den USA deutsch? Wirkt schon die Startseite überfordernd? Sind alle Familienmitglieder und Freunde, mit denen man die Bilder oder Videos teilen will bei facebook oder einem anderen Netz meiner Wahl? Muss etwas installiert werden, oder entstehen sogar Kosten?

2. Will ich, dass die Bilder kommentiert werden können?

Wenn das der Fall ist, fallen einige Dienste durchs Raster. 

3. Sollen andere in der Lage sein weitere Bilder hinzuzufügen?

Das ist ein schickes Feature, dass nur wenige Services mitbringen. Ich denke hier an Urlaub mit Freunden, Weihnachtsfeier mit Kollegen o.ä. 

4. Wie wichtig ist Zugriff über mobile Geräte?

Sollen die Empfänger sich die Galerie auf einem Touchpad ansehen können? Will ich Bilder über eine mobile App hochladen?

usw...

Hier ist der grobe Vergleich in Form einer Tabelle

tabellarischer Vergleich einiger Online-Dienste zum Teilen von Fotoalben

Bei 7moments - für das man momentan noch eine Einladung braucht - fehlt mir persönlich heute noch die Möglichkeit mobil Bilder hochzuladen. Ich mache fast nur noch mit dem iPhone Bilder und Videos und teile gerne im Moment selbst und nicht erst Tage später. Eine Kommentarfunktion wäre schön. Außerdem müsste ich Oma erst erklären wie und warum sie sich anmelden muss. 

Die Jungs von 7moments haben bestimmt noch einige Themen auf der Roadmap. Ich hatte Markus auch vor einiger Zeit schon meine Einschätzung zukommen lassen und seine Rückmeldung klang vielversprechend. Auch die FAQs lassen hoffen. 

Es wird bestimmt bald ein Update geben... Vielleicht ja schon zu Silvester!? ;)

Frohes Fest euch allen und ein paar tolle Momente!

Merry Xmas. 

 

Das Internet und Ich, eine Hassliebe

Ich hatte schon mehrere solcher Pausen, Social-Media-Ermüdungserscheinungen und die Angst vor einer Art Ohnmacht. Zu viele Eindrücke, die mich beschäftigen, zu wenig Zeit oder Geschick entsprechend darauf reagieren oder damit umgehen zu können. Der Abstand zwischen den Pausen wurde in der letzten Zeit immer kürzer, die Pausen länger und heftiger, noch zurückgezogener. Trotzdem blieb die Hoffnung, dass die Euphorie mich wieder einfängt und ich mich selbst wieder finde, neu geboren werde für und mit dem Netz, das ich doch eigentlich so liebe.

Ich hab im Internet mit lieben Menschen zusammen geweint und gelacht, zusammen riskiert, verloren und gewonnen. Grenzen überschritten; mentale, emotionale, sogar internationale. Viel gelernt und den Verstand begraben. Ein Geben und ein Nehmen, manchmal ohne Balance.
  
Seit knapp 11 Wochen habe ich u.a. facebook und instagram gemieden. Zum Selbstschutz und zum Schutz der Privatsphäre anderer Leute. Ich habe seit einiger Zeit kaum und wenn nur beruflich getwittert. Drei Welten, die für mich zentral wichtig waren um mich auszudrücken, Inspiration zu bekommen, zu sehen wie es mir Nahestehenden geht, was sie beschäftigt. Energie zu tanken und anderen zu geben. Ich habe viel verpasst, viel vermisst, mir wahnsinnige Sorgen gemacht, habe versucht dieses Loch teilweise durch eher direkte Kommunikation wieder aufzufangen. Oder mich mit Lesen, Fernsehen, Musik und Sport abzulenken. Aber es klappt nicht, weder so, noch so. Weder mit, noch ohne.  

Natürlich ist weder ein Netzwerk als solches noch Apps schuld, das sind lediglich Transportmittel für Kommunikation. Aber es geht eben letzten Endes um Emotionen und wie man damit umgeht.   
  
Netzwerke zu ignorieren, Accounts zu löschen, unterzutauchen, die Augen zu schließen und zu warten bis es vorbei ist. Das liegt bei einer emotionalen Überforderung, Gefühlsverstimmung oder Reizüberflutung nahe, löst aber nicht das Problem. Früher oder später holt einen das Ganze wieder ein.
           
Ich war nie ein Kommunikations-Genie, egal über welche Wege. Ich finde selten die richtigen Worte, Ich habe nie wirklich gelernt zu diskutieren. Ich vermittle nicht das Gefühl zuzuhören, obwohl mir kaum etwas wichtiger ist als zu verstehen. Ich habe eine Tendenz Dinge überzubewerten und misszuverstehen. Ich wirke für Außenstehende arrogant, dabei ist es Zurückhaltung und alles andere als Desinteresse. Ich brauche Austausch in beide Richtungen und bin dankbar für jede Reaktion, jegliches Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird. Ich schätze es, wenn man mich nach meiner Meinung fragt und einbezieht. Ich helfe gern, nein, noch viel mehr: Ich brauche es anderen helfen zu können um mich selbst gut zu fühlen. Win-win? Nicht immer.

Mit diesem Bewusstsein habe ich versucht an mir zu arbeiten und in Projekten wie 365days und 365minutes einen Weg dafür zu finden. Der ganze Prozess von der Idee, der Ausarbeitung bis zum Upload, der Dialog damals über Kommentare, Fragen und Antworten, all das hat mich viel gelehrt. Wie wichtig es ist offen zu sein und authentisch. Was es bedeutet sowohl Hochs als auch Tiefs zu teilen. Welche therapeutischen Wirkungen das haben kann.                        

Vieles hat sich seit dem geändert. Kommunikation funktioniert heute anders als z. B. 2007. Es gibt mehr Content von mehr Leuten, alles ist viel schnell- und kurzlebiger. In diversen Timelines und Streams rattern einem tausende von Einflüssen um die Ohren und man hat selbst die Chance dank Smartphones von überall mitzuwirken oder es auf sich wirken zu lassen. Das macht Spaß. Man ist dabei. Man lernt neue Leute kennen. Alles wird geherzt und geliked. Aber viel Wichtiges gelangt unbemerkt in den Hintergrund, meist bleiben Aussagen oberflächlich und es wird weniger kommentiert. Es kommt zu Missverständnissen. Man sieht nicht mehr nur die Beiträge von direkten Freunden sondern auch was diese bei weiteren Bekannten tun und dafür muss man nicht mal aktiv stalken. Das mag den Einen bereichern, den Anderen beängstigen. Ich wünschte ich könnte nur Positives daraus ziehen und von dem Spielerischen dabei mitprofitieren. Das ist Grüblern wie mir aber leider nur kurzweilig möglich.

Für die Änderungen im Konsum- und Kommunikationsverhalten kann man niemand einen Vorwurf machen. Man ist zum Teil Sklave der Plattformen und ihrer Funktionen aber auch der Verhaltensweisen seiner Kontakte. Vielen ist das vielleicht gar nicht bewusst oder es stört sie nicht. Jedem das Seine - Live and let live.... Ja.

Klingt irgendwie theoretisch.

Momentan habe ich keine Antwort darauf wie es mit uns weitergeht. Mit dem Onlineding und mir, zumal es ja auch mein täglich Brot ist und ich mir so doppelt ins eigene Bein schieße - auch mit diesem sehr persönlichen Text hier. Ich weiß nur, dass ich mich so grade nicht wohl fühle. Ich weiß ich werde in ein paar Tagen 38 und eigentlich müsste man da doch reifer sein, abgebrühter, was auch immer. Solche Dinge leichter nehmen, sich selbst und der Umwelt zuliebe. Ich weiß nicht was sich ändern müsste, oder ob ich mich oder meine Erwartung ändern kann und will. Einfach locker machen geht nicht, das habe ich einige Male gespürt.

Und warum veröffentlichst du das alles jetzt?
Weil es befreit solche Gedanken runterzuschreiben und weil es vielleicht anderen hilft ihre Gedanken zu sortieren und einzuordnen, weil ich gelernt habe, dass es da draußen Leute gibt, denen es ähnlich geht. Leute, die vielleicht nicht den Mut besitzen so etwas auszusprechen oder noch weniger Worte finden als ich.

Ist dir das nicht peinlich?
Die oben genannten Punkte zählen für mich mehr.
                                                   
Jetzt grade fühlt es sich so an als würde ein Teil von mir sterben. Das klingt dramatisch und vielleicht belächelt ihr meine Worte, fragt euch was das Gejammer soll. Aber es ist ehrlich und ich hatte das Gefühl es ist an der Zeit diesem Ausdruck zu verleihen.