Ich schreib jetzt wieder auf blog.assbach.de. Schau doch mal dort vorbei. Hier wird nicht mehr viel passieren.
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Filed under: thoughts

Ist da jemand?

Soll ich hier mal was schreiben, oder lest ihr alle fein bei Google+ und twitter mit? 

Man weiß es ja immer nicht. 

Nicole macht mir ja schon ein schlechtes Gewissen, weil so richtig bloggen doch viel mehr wert ist, oder so... Und sogar der Moellus von drüben hält sich offensichtlich an die stahlharten Regeln der Iron Blogger und klebt mindestens einmal die Woche was ins Netz (und ihr ja nicht). Obwohl doch RSS eigentlich totgesagt wird und ich immer denke ich bin der Einige, der täglich dreimal den Reader leer macht. Franz hinkt hinterher, glaub ich, aber dann bezahlt wenigstens einer das Bier, oder die Kaffeepause, was?

Luca macht auch neu, wisst ihr aber, oder? Manuela hat frisch renoviert statt leere Drohungen zu vermelden und Markus bunkert ominös heitere Bildschirmfotografien zur Kluft zwischen Mensch und Maschine. Jetzt hab ich persönlich ja nicht viel Ahnung von Schminke und Katzen, aber Ricarda sagt ja jetzt auch an, wie man Brot richtig backt, low carb, versteht sich. Mhm... 

Nee, ich will jetzt nicht wieder ein Projekt anfangen, keine Angst. Die unterstrichenen, klickbaren Textpassagen da oben dienen auch eher der Huldigung statt Ess-Eh-Oh. Und ich wollt mal "Hallo" rufen und hören ob alles klar ist da draußen?! Bzw... nee, ob ihr hier lesen wollt, oder wie und wo vor allem? Und wann. Ich hab das ja alles ziemlich eingeschränkt (kein facebook seit September, oder August, aber dafür wieder twitter und manchmal auch Telefon). Aber ich würde mir das dann mal durch den Kopf gehen lassen. You know?  

 

Von Herzchen und Sternchen

twitter, facebook, instagram, tumblr, flickr... überall wird “geliked” was das Zeug hält. Aber warum?

Was meint jemand damit, wenn er das Sternchen oder das Herzchen klickt? Was denkt sich derjenige, dessen Bild oder Beitrag “favorisiert” wird? Was denken die, die sich die Likes anderer ansehen? Da heute kaum noch zusätzlich kommentiert wird, ist das manchmal schwer zu erraten. Ich habe den Eindruck es wird fast inflationär damit umgegangen. Natürlich freut es einen, wenn man viele Likes erhält aber irgendwie geht doch das Besondere verloren, wenn alle Uploads oder Statements von jemandem “geherzt” werden, oder?

Sicher, den “Daumen nach oben” zu klicken ist eine Form der Kommunikation, allerdings wie so oft auch möglicherweise missverständlich.

Bei mir selbst ist das unterschiedlich, es kommt darauf an wo und bei wem ich klicke.
Manchmal ist es nur eine Art Bookmark, z. B. bei twitter, um mir einen Link später nochmal anzusehen. Manchmal ist es ein “Ich hab’s gesehen”, als Zeichen für den Absender des Bildes. Oft Zuspruch, "ja sehe ich auch so", ein Unterstützenwollen, ein Verbreitenwollen von schönen Werken meiner Kontakte und Freunde. Meistens ein “ich mag das Bild”, ohne zu sagen warum oder was genau daran. Wenn ich denke es ist unklar oder ich will noch etwas hinzufügen, schreibe ich meist ein paar Zeilen in den Comments dazu.

Wie ist das bei euch?
Warum und wann klickt ihr das Herz?
Überlegt ihr vor dem Upload wo das Bild bzw. der Beitrag die meisten Likes erhält?

 

Buzz Kill : LOL: The Life of Leo

...But I am also taking away a hugely important lesson.

No one noticed.

...

It makes me feel like everything I’ve posted over the past four years on Twitter, Jaiku, Friendfeed, Plurk, Pownce, and, yes, Google Buzz, has been an immense waste of time. I was shouting into a vast echo chamber where no one could hear me because they were too busy shouting themselves. All this time I’ve been pumping content into the void like some chatterbox Onan. How humiliating. How demoralizing.

hehe, das Gefühl kenn' ich ;)

passt auch ein wenig zu diesem Artikel von Paul Carr http://techcrunch.com/2010/08/13/social-shutdown/

Nicht, dass ich selbst denken würde es wäre Zeitverschwendung gewesen, nicht alles, aber das Gefühl vieles, was einem persönlich wichtig ist wird ignoriert, ist schon da ab und zu. Es wächst je größer die Netzwerke werden. Da kann man niemand einen Vorwurf machen, weil die Gesamtmenge der Texte, Bilder, Videos einfach zu groß ist und man schöne, wichtige, interessante Dinge nicht nur an bestimmten Personen festmachen kann. Bei mir hat das Bewusstsein aber dazu geführt, dass ich für die persönlichen Dinge kleinere Netzwerke, Gruppen, Communities nutze. Vertraute Runden, wo dieses Gefühl kaum oder sehr selten auftritt. Liebe Menschen, die ich online kennengelernt habe und sie mich, die mir vertrauen und ich Ihnen. Eben nicht 17.000 Unbekannte, wie bei Leo Laporte. Ein Dankeschön an dieser Stelle auch an jene... 

edit: Auch grad noch gefunden:
"Form close relationships with people who give you the most value, not everyone" (Step 5 here)

 

Do i really have to be the first one to see things?

... I don’t need to see it first.  If it’s good enough and relevant to me it will find its way to me.  That’s just the way the modern Web works.   Does it really matter if you saw Bush wipe his hand on Clinton before your buddy?  I find the “LOOK WHAT I FOUND FIRST” mentality quite irritating. ...

I'm having similar thoughts lately. Do i really have to be the first one to see things and share them? They will find their way to me anyway, right? Could extinguish a lot stress and make life easier approaching it that way...